mosaik-sekundarschulen
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Lernbuch

Die Praxis zeigt deutlich, dass Schülerinnen und Schüler, denen die Verantwortung für ihr Lernen wirklich übertragen wurde, diese Verantwortung gerne und ernsthaft wahrnehmen. Verantwortung tragen motiviert und Motivation ist eine Grundvoraussetzung für das Lernen.
Dennoch gelingt es nicht immer, dass Schülerinnen und Schüler eigenverantwortlich handeln. Bekanntlich lernt man nur im Wasser schwimmen, aber wenn das Wasser tief ist, sind Schwimmhilfen angebracht. Wenn es um Eigenverantwortung geht, ist die Frage nach den ‚Schwimmhilfen’ sehr schwierig, die ‚Schwimmhilfen’ sollen ja den Lernenden die Verantwortung nicht wieder abnehmen. Das richtige Mass und die richtige Art der ‚Schwimmhilfe’ zu finden, die es den Lernenden erlaubt eigenverantwortliches Lernen zu lernen, ist eine sehr schwierige Aufgabe der Lernbegleiter und gelingt uns nicht immer.                                                           
Wenn Schülerinnen und Schüler die Verantwortung für ihr Lernen selber tragen, verändern sich Haltungen und Rollen. Sie stehen nicht in Opposition zu den Lehrkräften, die irgendwelche Leistungen von ihnen verlangen, die sie nicht erbringen wollen oder können.
Damit Selbstorganisation, -steuerung und -qualifikation möglich werden, braucht es neben Lehrkräften, die ihre Schülerinnen und Schüler adäquat begleiten, gute Werkzeuge und Rahmenbedingungen auch auf organisatorischer Ebene.                                                                                                                                    
Für die Lernenden ist es wichtig auf organisatorischer Ebene genaue Strukturen zu haben. Das Lernbuch bietet diese Strukturen. Im Lernbuch planen die Lernenden ihre Arbeit und setzen sich Ziele, sie üben sich in der Reflexion ihrer Arbeit und verwalten ihre Arbeitsaufträge. Diese Fähigkeiten sind uns wichtig und wir legen grossen Wert darauf, dass die Lernenden in diesem Bereich Fortschritte machen. Eine gute Planung, das Setzen von konkreten Zielen und eine ehrliche Reflexion der eigenen Arbeit sind unerlässliche Bestandteile der Arbeit mit dem Lernbuch.
Wir haben die Erfahrung gemacht, dass jede Form von Reflexion und Metakognition das Potential hat tot zu laufen. Wir müssen lernen viele verschiedene Formen der Reflexion situationsgerecht und abwechslungsreich einzusetzen und vor allem immer wieder gründlich daran zu arbeiten mit den Schülerinnen und Schülern. Auch die organisatorischen Lerngruppensitzungen laufen Gefahr zur oberflächlichen Pflichtübung zu werden, das muss mit verschiedenen, glaubwürdigen Formen verhindert werden!


Inhalte des Lernbuchs:                                                                                                                
Stundenpläne, Kurspläne, Adresslisten, Telefonketten,…
Listen der individuellen Arbeitsaufträge: verschafft den Lernenden und deren Eltern den Überblick über die Aufträge.

  • Stundenplan der Woche: spezielle Daten und Ereignisse der Woche, Grobplanung der Lernenden    
  • Hausaufgaben: ersetzt das „Hausaufgaben-Büchlein” 
  • Planungsteil für die Arbeit in der Schule: die Lernenden planen die Arbeit und setzen sich Ziele
  • Planungsteil für die Arbeit zu Hause: planen oder protokollieren der Hausaufgaben
  • blackbox: Was habe ich gelernt? Was darf ich nicht vergessen? Was hat mir gefallen / mich gefreut? Was will ich besser machen? Wie habe ich gearbeitet?
  • Protokollteile für Berufswahlvorbereitung und Standortgespräche

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